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werch ein illtum! - Grafiken von Thomas Ranft

THOMAS RANFT, druckgrafische Zyklen zu literarischen Werken
von Friedrich Hölderlin, Ernst Jandl und Rainer Maria Rilke
HARTMUT SCHILL, Violine

05. April 2022 bis 29. Mai 2022

Neue Sächsische Galerie

Thomas Ranft, RMR-Allegorie-Mappe, Die Insel, 2019, Radierung überzeichnet, 25 x 19,5 cm, Foto: Neue Sächsische Galerie, © VG Bild-Kunst Bonn
Thomas Ranft, 2012, Hoelderlin-Hyperion-Mappe, Ich suche den Anfang, Radierung zweifarbig, 21,5x30 cm, Foto Neue Sächsische Galerie, © VG Bild-Kunst Bonn
Thomas Ranft, 1989, Jandl-Mappe Notiz, Radierung zweifarbig, 24,5x18cm, Foto: Neue Sächsische Galerie, © VG Bild-Kunst Bonn

Ausstellungseröffnung mit Live-Aufführung der Bearbeitung für Violine solo und Gespräch zwischen Künstler, Musiker und Publikum (Moderation: Prof. Werner Holly)
am Dienstag, 5. April 2022, 19.30 Uhr


Die Ausstellungsreihe verfolgt die Intention, Werke der grafischen Kunst zur Grundlage musikalischer Werke werden zu lassen. Dabei streben wir eine Vertiefung von der allgemeinen Atmosphäre hin zu strukturellen Analogien an. Wie lässt sich eine Arbeit der Fläche auf eine Zeitschiene setzen? Es steht die Frage im Raum, inwieweit eine solche Notation geeignet ist, differenzierte, farbenreiche Werke hervorzubringen und welche Rolle dabei dem Interpreten zukommt. Wir erwarten einen weitgehend anderen Umgang mit dem Notenmaterial als es die konventionelle Schreibweise verlangt. Über den Prozess wird im Anschluss der Performance mit dem Grafiker und dem Musiker ein Gespräch geführt.


Die dritte Ausstellung der Reihe bestückt Thomas Ranft mit drei Grafikzyklen zur Literatur: Jandl, Rilke, Hölderlin. Elemente der Serie, der Wiederholung und Variation, diverse Flächenstrukturen spielen eine zentrale Rolle. Punktuell hat der Grafiker die Dynamik der Zeichnung, der Radierung mit Farbe verstärkt. Ähnlich sparsam wird die musikalische Interpretation sich auf ein Instrument beschränken, die Violine. Uraufführung.

Thomas Ranft 1945 in Königsee/ Thüringen geboren I 1953 Umzug nach Weimar, erster Malunterricht I 1961 - 1963 als Baumschulgärtner I 1963 Arbeit als Baumschulist in Leipzig-Markkleeberg, über die Freundschaft zu JOJO (Joachim Wenke) Begeisterung für das Theater I 1965 erste Zeichnungen und feingliedrige Ölbilder, Einrichtung eines Ateliers mit JOJO I 1966 Besuch der „Abendakademie“ in der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Auf Ermunterung des Ateliernachbarn Gil Schlesinger unterzieht er sich der Aufnahmeprüfung für ein Studium an der HfGB, lernt Gregor-Torsten Schade kennen I 1967-1972 Studium an der HfGB bei Fritz Fröhlich, Irmgard Horlbeck-Kappler und Meyer-Foreyt, Fachklasse für angewandte Grafik bei Heinz Wagner, Diplom I 1970 die Technik der Radierung wird hauptsächliches Gestaltungsmittel, Übersiedlung nach Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) I 1973 erste Ausstellung in der Galerie oben (gemeinsam mit Heinz Plank), lernt auf einem Pleinair des VBK Michael Morgner kennen I 1974 erster Versuch, eine Gruppe zu bilden, Beginn der Freundschaft mit Carlfriedrich Claus I 1976 gründet er mit Gregor-Torsten Schade das Künstler-Duo „Berghäusler“, Preis der Stadt Moulhouse (Frankreich) zur II. Biennale de Gravure in Moulhouse I 1977 Gründung der Gruppe „Clara Mosch“ (Mitglieder: Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner, Gregor-Torsten Schade) I 1978 Reise nach Moulhouse, um den Preis von 1976 entgegen zu nehmen I 1982 letzte Ausstellung in der Galerie „Clara Mosch“ mit frühen Lithografien von Gerhard Altenbourg, Auflösung der Künstlergruppe I 1993 Mitglied der freien Akademie der Künste Leipzig, Umzug nach Dittersdorf/Erzgebirge, Mitbegründer des Vereins „Kunst für Chemnitz“ I 2003 Hans-Theo-Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste I lebt und arbeitet in Dittersdo



Begleitprogramm

Samstag, 14. Mai ab 18 Uhr
Chemnitzer Museumsnacht

Sonntag, 29. Mai 16 Uhr
Finissage

Öffentliche Führung dienstags 17 Uhr

Pressemitteilung


Ausstellungszeitraum: 5. April - 29. Mai 2022

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, vom Büro für städtisches Kulturmanagement Chemnitz und dem Neue Chemnitzer Kunsthütte e. V.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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