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Ausstellungseröffnung am Dienstag, 3. Februar 2026, 19.30 UhrDer Künstler im Sog einer nichtwestlichen Kunsterfahrung. Während eines Brasilienaufenthaltes begegnet er dem oft erprobten Umgang der lokalen mit westlicher Dominanzkultur: Das rücksichtslose Verschlingen der europäischen Formen, um mit tropischem Wuchern, mit Wildheit, Naivität und Poesie neue Kunst entstehen zu lassen. Oswald de Andrade schrieb 1928 dazu das impulsgebende "Anthropophagische Manifest". Broḱofs Collagen sind Hybridwesen aus Mainstreammaterial (Mode, Fußball, Kunst, Lifestyle) und seiner antropophagischen Forschung. Das Ausgangsmaterial wird gnadenlos gefressen. "Ich trete nicht in Opposition zum Material noch befürworte ich es. Bin Beobachter und Täter zugleich. Kein Standpunkt nur Bewegung ... Der Prozess ist die Kulturerzeugung nicht das Endprodukt."The artist caught up in a non-Western art experience. During a stay in Brazil, he encounters the local population's often tried and tested approach to Western cultural dominance: the ruthless devouring of European forms in order to create new art with tropical exuberance, wildness, naivety and poetry. In 1928, Oswald de Andrade wrote the inspiring ‘Anthropophagic Manifesto’. Broḱof's collages are hybrid beings made up of mainstream material (fashion, football, art, lifestyle) and his anthropophagic research. The source material is mercilessly devoured. ‘I neither oppose nor endorse the material. I am both observer and perpetrator. No standpoint, only movement ... The process is the creation of culture, not the end product.’
Ausstellungszeitraum: 3. März - 26. April 2026Gefördert vom Büro für städtisches Kulturmanagement Chemnitz und dem Neue Chemnitzer Kunsthütte e. V.Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.
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