Neue Sächsische Galerie
Sergio Armaroli – vibVeli Kujala – accHarri Sjöström – saxGiancarlo Schiaffini tb
Haben Sie schon einmal Quarter-Tone-Akkordeon, Vibraphon, Posaune und Saxophon zusammen improvisieren hören? Das Quartett Armaroli/Kujala/Schiaffini/Sjöström vereint vier Improvisatoren der Extraklasse deren brillantes Zusammenspiel, Aufrufen faszinierender innerer Stimmen und Deklination vielfältiger Klangnuancen zu einer zeitgenössischen improvisierten Musik von klassischer Größe führt. Die vier Musiker nähern sich dem Kern der dialogischen Perspektive, indem sie den Klang als eine sich wandelnde Materie betrachten und uns auf eine faszinierende, hochkomplexe kammermusikalische Reise durch Texturen, Melodien und innovativen Positionen mitnehmen. Woher kommt solche Musik? Die reiche Musiktradition Italiens und Finnlands scheint auf, zahlreiche diffizile Spiegelungen werden verwoben, Orchestrales und Individuelles verschwimmt, die Jazztradition wird umarmt, – all dies nie unisono sondern sich stets separat ins Verhältnis setzend. Das ist wirklich große Kunst, die uns eine eigene Welt schenkt.
Das finnisch-italienische Ensemble erhielt für seine beiden ersten Alben „Windows & Mirrors |Milano Dialogues“ 2022, sowie „More Windows & Small Mirrors | Milano Dialogues“ 2023 die TOP 3 Bewertung der Zeitschrift Jazz-Podium.
Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und B.I.G. e.V. Chemnitz.Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts. Mit freundlicher Unterstützung durch den Kfz-Meisterbetrieb Bondzio.Eintritt: 18 €, erm. 10 €
Familiennachmittag in der Ausstellung Tropikalypse now - Collagen von JAN BROKOFFür die Technik der Collage braucht man nicht viel: Schere, Leim und natürlich Papier. Dazu kann prinzipiell alles verwendet werden, was sonst im Papierkorb landet. Und schon kann es losgehen... Aber so einfach ist es dann doch nicht. Bildaufbau und Farben müssen genau überlegt werden, verschiedene Muster, Schriften oder Zeichen und Bilder wollen mit Bedacht eingesetzt sein, wenn das Kunstwerk gelingen soll. Beim Erarbeiten einer Collage gibt es verschiedene Herangehensweisen, die an diesem Nachmittag kurz vorgestellt werden. Anschließend gibt es Gelegenheit dies selbst auszuprobieren.Beginn: 14 Uhr (Dauer ca. 90 min.)Eintritt: 5 €, erm. 3 € (bis 18 Jahre frei)Bitte Malkleidung mitbringen!
Fast jeder Mensch hat in seinem Leben schon mal eine Collage gemacht.Sie geht einfach, schnell und es braucht weder viel Werkzeug noch Material.Fast jeder Mensch hat es somit einmal im Leben versucht, sich ein Bild von der Welt zu machen. Eine Ur-Erfahrung die uns alle vielleicht verbindet.In erster Linie ist es ein unendlicher Spaß zu collagieren und das ist gleichzeitig Ihr Problem. Wenn etwas einfach und schnell geht, wird es nicht ernst genommen. Im Tempo liegt jedoch etwas Widerständiges: Schneller Spaß entgleitet der Kontrolle, bei der Collage wie beim Collagierenden. Die Verwirrung kommt beim Kleben, die Überforderung beim Sichten des schier unendlichen Materials. Und der Größenwahn, wenn wir Häuser auf ferne Planeten bauen und einfach Arme, Beine und auch Köpfe abschneiden, ist schaurig und lustvoll zugleich.Eine Collage ist ambivalent, sie ist ein Kannibale und hoch explosiv. Sie ist keine Information, kein Journalismus, kein Kommentar. Nur für Erwachsene.
Workshop ab 16 Jahre, Kosten inkl. Eintritt und Material : 20,00 € (fällig bei Anmeldung) / Beginn 10 Uhr ( Dauer ca. 5 h, inkl. kurze individuelle Pause) I max. Teilnehmerzahl: 15 Personen I Material und Werkzeug werden gestellt.Bitte Malkleidung mitbringen!Wir bitten um Anmeldung unter 0371 367 66 80 oder info@kunsthuette.de
Stefan Krist – Posaune, Stimme, ObjekteJohanna Schlömicher – KlavierMichael Prehofer – Schlagzeug
„Ein extraordinäres Trio in Wien, weit jenseits von dem, was ein Piefke als Weaner Schmäh verbuchen würde. …. Doch vor allem fegt Krist einem auch den Hut vom Kopf als dadaistische Schlabbergosche und glossolaler Schamane, der aus dem Ungenierten schöpft. Gleich nach 'Monté' als akkordeonistisch gefieptem Einstieg lässt er bei 'Пошли!' [Poshli] zum galoppierenden Klavier seinem urstockerauer Zungenschlag auf ungesattelten Pilzen die Zügel schießen – und landet mit russischem Kater in Hintersibirien, frage nicht! 'Something Happened' setzt den Katzenjammer posaunistisch und mit verstimmtem, aber energisch dahintapsendem Piano fort, Krist spielt Yak-Cowboy und mit dämpfergestopftem Horn. Prehofer tockelt und tickelt ohne GPS in 'Whatwasitwhereandwhenandwhy?' umeinander, Schlömicher harft Klavierdraht, klumpert mit Links, Krist irrt von Entenhausen nach Hojotoho, quäkt mit immer noch verstopfter und blechrissiger Tröte und versteigert sie an den Meistbietenden. '♥☯' schwelgt mit Düster- und Toypiano in Herzschmerz. Und 'Wos Is?' hat zuletzt einen Vogel oder auch zwei, Schlömichers Finger hüpfen und picken umeinander, Prehofer flattert und tanzt auf der Snare, und Krist betrötet den Kehraus, der sich fast noch zum Tänzchen eindreht, aber an den Verständnisschwierigkeiten zwischen zwei Besoffenen scheitert. Es is halt wie's is.“ (Rigobert Dittmann in Bad Alchemy #118 (2023): 42.)„Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ ist ein stummer, deutscher Kulturfilm mit Spielhandlung, der sich an dem 1912 von Waldemar Bonsels veröffentlichten, gleichnamigen Roman orientiert. Autor Bonsels war am Gestaltungskonzept des Films beteiligt.
Trailer
FamiliennachmittagIm Umgang mit Pinsel und Farbe gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Die einen umreißen alle Gegenstände sehr genau. Der Farbauftrag ist glatt, wirkt mitunter wie eine lackierte Fläche. Andere dagegen lassen das Dargestellte eher ineinanderfließen. Es gibt lockere, bewegte Pinselstriche, die Strukturen des Farbauftrags sind sichtbar.Bei einem Besuch in unserem Sammlungsmagazin werden wir uns gemeinsam entsprechende Gemälde ansehen, die Malweisen vergleichen und schauen, in wie weit diese mit dem Bildinhalt jeweils in Zusammenhang stehen. Danach haben alle Gelegenheit ein eigenes Bild zu malen, je nachdem: Chaos oder Ordnung – oder auch beides, oder dazwischen...?Beginn: 14 Uhr (Dauer ca. 90 min.)Eintritt: 5 €, erm. 3 € (bis 18 Jahre frei)Bitte Malkleidung mitbringen!
DetailsEine Veranstaltung der Stadt Chemnitz in Zusammenarbeit mit den beteiligten Museen und Einrichtungen in Chemnitz und in der Kulturregion.18.00 - 1.00 Uhr Ticket Museumsnacht
Urs Leimgruber – sopran saxJacques Demierre – pThomas Lehn – analogue synth
Das Trio LDL ist aus dem um Thomas Lehn zum Quartett LDP+L erweiterten Trio LDP hervorgegangen. Elemente, die bereits stil- und formbildend im Quartett mit Barre Philips wirksam gewesen sind, setzen sich in der Dreieckskonstellation des LDL-Trios fort und entfalten sich in der Gegenüberstellung der beiden Tasteninstrumente – dem akustischen Klavier und dem analogen Synthesizer, die Klangsignale technisch wechselseitig miteinander verkoppelt sind – und der Verankerung von Urs Leimgruber’s Sopransaxophon Zentrum des Klangbildes. Historisch betrachtet hat die Entstehung der Dreierformation noch andere, weiter zurückliegende Wurzeln: zum einen arbeiteten die heutigen Triopartner im Sextet SIX – später 6ix – zusammen, zum anderen sind die Konzertreisen der Duos von Urs Leimgruber mit jedem der Tastenpartner prägende Schlüsselerlebnisse. In ihrer neuen Trioarbeit destillieren Leimgruber, Demierre und Lehn all diese in diversen Kooperationen gesammelten Erfahrungen welche wie ein Hintergrundrauschen in ihre Gegenwartsmusik hinein strahlt. Das Resultat ist eine hochentwickelte Kultur musikalischer Improvisation, deren Basis das feine, höchst sensible Aushören des Klangraumes bildet. Und der Klangraum umfasst hier sowohl das musikalische Geschehen der individuellen und kollektiven Gestaltprozesse, als auch den Raum selbst, in welchem der kreative Akt stattfindet, einschlieslich seiner akustischen Beschaffenheit und der raumtransformierenden Publikumpräsenz.Das Konzert ist Teil einer Tournee mit Förderung durch die Pro Helvetia und der SUISA.