Hinweis:Bitte geben Sie nur Zahlen mit maximal 4 Stellen ein.
Blütezeit ist Stipendiumszeit
Arbeitsraum in der Landschaft

Sachsen am Meer

Aufenthaltsstipendium des Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.

Das Stipendium soll bildenden Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit geben, eine bereits begonnene Arbeit oder eine Arbeit im Ideenstadium entscheidend voranzutreiben.
Es werden bis zu zwei Stipendien für Arbeitsaufenthalte vergeben. Der Stipendiumszeitraum beträgt einen Monat und kann bei Bedarf auf eigene Kosten um weitere zwei Wochen verlängert werden.
Am Aufenthalts- und Arbeitsort Bessin auf der Insel Rügen stehen großzügige einfache Arbeitsbedingungen in der Abgeschiedenheit eines kleinen Dorfes bereit. Kultur und Landschaft der Insel und der Stadt Stralsund sind von dort aus leicht erschließbar.

Art und Umfang der Förderung: Das Stipendium ist mit 1.500 Euro dotiert. Es schließt Anreise und Selbstversorgung mit ein. Zur Förderung gehört eine spätere Ausstellung oder Präsentation des beantragten Projektes in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.

Voraussetzungen und Bedingungen: Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler ohne Alterseinschränkung, die im sächsischen Kulturraum wirken und berufliche Erfolge nachweisen können. Studierende können sich nicht bewerben.


Trailer Sachsen am Meer

 

 

Die nächste Ausschreibung wird im Herbst 2026 hier veröffentlicht.

Lechlasche Villa, Annaberger Straße 25 erstes Domizil der Chemnitzer Kunsthütte, Foto um 1880
Tony Franz, Ceran 02, 2023, Bleistift auf Papier, 60 x 50 cm

Das Stipendium 2026 erhält Tony Franz

>>In meiner Stipendienzeit will ich mich unter dem Titel „Ohh-Kult“ mit Ritualen, Flüchen, Alchemie, Symbolen, Esoterik, Mystik, aber vor allem Hexen und Hexern beschäftigen. Menschen mit scheinbar übersinnlichen Kräften gab und gibt es in allen Kulturen. Als Künstler interessieren mich Hexen als populäre Figuren: vom Mittelalter über den Spiritismus bis zu feministischen Hexen der Gegenwart.
Eine Begegnung bei einem Ausflug an den See. Dort sah ich ein Auto eines Anglers mit einem riesigen Aufkleber. Darauf war in großen Lettern zu lesen: FUCK YOU GRETA. Ich war irritiert und erschüttert. Gemeint war Greta Thunberg, das Mädchen, das die Fridays for Future-Bewegung ins Leben gerufen hat. Woher kommt dieser Hass, fragte ich mich. Fühlt sich der Angler in seinem riesigen SUV von diesem Mädchen persönlich bedroht? Steckt Furcht vor einer globalen Veränderung dazwischen? Unwillkürlich zog ich eine Verbindung zu den Hexenprozessen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Wäre das Mädchen, das die Welt mit der Kraft ihrer Präsenz veränderte, damals der Hexerei bezichtigt worden?
Unter dem Titel "GRUND" soll ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ausschließlich der Naturdarstellung gewidmet sein. Nahaufnahmen von verschiedensten Gräsern, Böden, Rinden oder Wasser sollen die Grundlage für neue Zeichnungen bilden. Durch die detaillierte Abbildung der Natur und ihre Umsetzung in Zeichnungen entsteht ein abstrakter Hintergrund ("GRUND") oder ein Fundament (Boden) für die übergeordnete Thematik des Okkulten. Gleichzeitig kann dies als eigenständige Werkgruppe zur Naturdarstellung stehen.<<

 

Tony Franz

 

Lechlasche Villa, Annaberger Straße 25 erstes Domizil der Chemnitzer Kunsthütte, Foto um 1880
ORLANDO, Sehnung (Fragment I), 2010/2021, Kaltnadelradierung, 90 x 175 cm

Das Stipendium 2025 erhielt ORLANDO
Während ihres Arbeitsaufenthaltes im September/Oktober intensivierte die Künstlerin ihre Naturstudien zu Wolkenformationen, -entwicklungen und -bewegungen. Aus diesen Studien wird später eine Bildserie zu in Wolkenformationen sich abbildenden Naturkatastrophen entstehen. Voraussichtlich Ende 2026 / Anfang 2027 präsentieren wir die Arbeitsergebnisse und die weiteren Ausarbeitungen in einer umfänglichen Ausstellung in der Neuen Sächsischen Galerie.

 

ORLANDO

 

Luke Carter, Mann am Strand, Bleistift, 2024, 42 x 21 cm, Repro: NSG
FKK FreiKörperKarten von Luke Carter, produziert in er Spiefa Stralsund

Das Stipendium 2024 erhielt Luke Carter
Während seines Arbeitsaufenthaltes im Frühsommer 24 beschäftigte sich der Künstler mit der Tradition der FKK-Kultur, wie sie insbesondere an der ostdeutschen Ostseeküste gepflegt wird. Neben vielen Arbeitsskizzen entstanden erste Linolschnitte und in Zusammenarbeit mit der Druckwerkstatt in der ehemaligen Spielkartenfabrik Stralsund ein Kartenspiel: FKK FreiKörperKarten.  Die weitere Ausarbeitung der Studien wurde im Sommer 25 in einer umfangreichen Ausstellung in der Neuen Sächsischen Galerie vorgestellt.

 

FKK FreiKörperKarten

Wenige Exemplare des ansonsten vergriffenen Kartenspiels sind noch bei uns in der Galerie zu erwerben.

 

Luke Carter

 

Lechlasche Villa, Annaberger Straße 25 erstes Domizil der Chemnitzer Kunsthütte, Foto um 1880
Maja Behrmann, cut, cut, collab EIGEN + ART Lab, Berlin 2021 Photo: Eike Walkenhorst

Das Stipendium 2023 erhielt Maja Behrman
Nach einem Arbeitsaufenthalt im September/Oktober entwickelt die Künstlerin in den nächsten Monaten das begonnene Zeichnen im riesigen Bildformat weiter. Im Frühjahr 24 folgt dann eine Ausstellung des gesamten bearbeiteten thematischen Feldes in der Neuen Sächsischen Galerie.

 

Maja Behrmann

 
Mit freundlicher Unterstützung der SITEC Industrietechnologie GmbH.

Sinje Faby, Kleines Manifest mit Lindenvögeln auf Rollschuhen, 2015, Fotografie
Sinje Faby, Die Selbsthilfegruppe der Gedanken traf sich einmal wöchentlich im Amphitheater der Wortfindung, ohne Jahr, Fotografie

Das Stipendium 2022 erhielt Sinje Faby

Die Jury des zweiten Sachsen am Meer - Stipendiums des Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. hat entschieden. Aus 37 Einreichungen wählte sie die Leipziger Künstlerinnen Sinje Faby und Maja Behrmann für das jahr 2023 zu Preisträgerinnen. Das Stipendium umfasst einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im September/Oktober 2022 auf der Insel Rügen, eine Gesprächsveranstaltung mit Einblick in die Arbeitsergebnisse zum Ende der Stipendienzeit in Stralsund sowie eine Präsentation und Ausstellung der Arbeitsergebnisse in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.

 

Dokfilm Stipendium Sinje Faby

Sinje Faby  

 

Mit freundlicher Unterstützung der Gunter Hüttner + CO. GmbH Bauunternehmung.

 

 

alle Arbeiten Arbeitszustände

Das Stipendium 2021 erhielt Nadja Poppe

Die Jury des ersten Sachsen am Meer - Stipendiums des Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. hat entschieden. Aus 39 Einreichungen wählte sie die Dresdner Künstlerin Nadja Poppe zur Preisträgerin. Das Stipendium umfasst einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im April/Mai 2021 auf der Insel Rügen, eine Gesprächsveranstaltung mit Einblick in die Arbeitsergebnisse zum Ende der Stipendienzeit in Stralsund sowie eine Präsentation und Ausstellung der Arbeitsergebnisse in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.

Nadja Poppe wurde 1983 in Großenhain geboren. Während ihrer Ausbildung im Bereich Mediendesign an der AIK Dresden entschied sie sich für die Freie Kunst und studierte von 2004 bis 2010 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Christian Sery, Wolfram Hänsch, Elke Hopfe und Peter Bömmels. 2009 erhielt sie ein Erasmusstipendium an der Universidad de Castilla – La Mancha in Cuenca, Spanien. Im selben Jahr begann sie sich mit chinesischer Kalligraphie zu beschäftigen und reduzierte ihre Arbeiten auf Schwarz und Weiß und alle Grauwerte dazwischen. Nach ihrem Diplom 2010 absolvierte Nadja Poppe ein Meisterschülerstudium bei Elke Hopfe und Wolfram Adalbert Scheffler mit dem Schwerpunkt Zeichnung.

Nach dem Diplom wurden Bilder von ihr von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen angekauft. Ihre Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Nach diversen Gruppen- und Einzelausstellungen in Deutschland und New York fand 2017 eine umfassende Museumsschau in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz statt. Der Katalog »Nadja Poppe – Axaamram und Nebelelm« erschien.
Nadja Poppe lebt und arbeitet in Dresden.


Dokfilm Stipendium Nadja Poppe

Nadja Poppe

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Chemnitz.